Verbindungsprobleme?

Hallo Powerfrau und Held,

Wann warst Du das letzte Mal so richtig in Verbindung? – Nein, ich meine nicht mit Deinem WLAN, sondern mit einen anderen Menschen! Ich spreche von einer Verbindung mit richtig offenen Herzen, vor Neugierde platzend, was es vom Anderen wohl so zu erfahren gibt. Einfach zuhörend mit allen Sinnen? – Schon länger her? – Nein! Grade erst erlebt?- Wow, toll wenn Du das von Dir selbst sagen kannst. Aber sieht das auch der Andere so?

In der Realität ist es doch eher so, dass wir ohne gross zu überlegen, direkt aus unserem Ego heraus kommunizieren. Ihr kennt sie doch sicherlich auch, die Situationen, in der ihr fest der Meinung seid, den Überblick zu haben, obwohl ihr in Wahrheit nur von Euch selbst redet. Klar, sieht jeder Mensch die Welt nur so, wie er es in seiner Wahrnehmung erleben kann. Aber ich spreche von Oberflächlichkeit und Desinteresse. So, also ob ein Blinder versuchen würde, einen Sehenden die Sinnlosigkeit der Fotografie zu erklären. Völlig aussichtslos, so auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, oder?

Natürlich leiden wir nicht alle unter der „gleichen Blindheit“, manche haben nur etwas schlechte „Augen“, andere sind einäugig blind. Heuet leiden viele Menschen, im Zeitalter der ständigen Reizüberflutung, wohl eher an einer akuten „Wesens-Sehschwäche“; uns selbst gebenüber und in Bezug auf andere Menschen.

Wie das gemeint ist?  – Also, Ihr kennt sie doch auch, die Situationen mit Eurem Schatz oder Kollegen bei der Arbeit, in denen ihr voller Überzeugung meint, das Richtige zu „sehen“, während der Andere vermeintlich im Dunkeln tappt. Wir verteilen Ratschläge, gut gemeinte Hinweise, Winks und Belehrungen, pressen unsere Meinung auf und spielen beleidigt, anstatt endlich einmal RICHTIG HINZUHÖREN. Sich einfach die Zeit zunehmen sich einzufühlen, den Anderen WIRKLICH verstehen zu WOLLEN.

Aufgepresste Meinungen führen zu Missverständnissen, Verstimmungen, Auseinanderleben und Melancholie. Das schwächt „unser Team“, privat oder beruflich, also Familie oder Projektgruppe, unsere Lebensqualität und nicht zuletzt unseren Geldbeutel. Das schwächt unser Potential gemeinsam zu wachsen und Grossartiges zu erreichen! – Dagegen stellt die Fähigkeit sich mit sich selbst zu verbinden, sich selbst auch einmal richtig zu zuhören und sein Herz zu öffnen, auch eine starke Verbindung zum Anderen her.

Unser Leben kann prall gefüllt sein mit Liebe, offenen Herzen, wahrer Neugierde und echten Verständnis für den Standpunkt meines Gegenübers. Hier beginnt Kommunikation auf hohem Niveau und enormer Schöpfungskraft. Da beginnt Energie zu fliessen und Potential sich zu entfalten. Hier endet der Ehestreit, die Konflikte in der Arbeit, der Stress mit den Kindern…

Und JA, es bedarf vielleicht harter Arbeit, das ist schon klar. Nur,  wenn Beziehungen zerbrechen, Projektteams scheitern, offene Rechnungen liegenbleiben etc., sollten wir endlich anfangen uns selbst und vor allem unserem Herzen zuzuhören. Das heisst vor allem, mit Geduld die Verbindung zum Anderen zu spüren. Das kann die Lösung sein, anstatt uns die ganze Nacht den Kopf darüber zu zerbrechen, wer denn diesmal wieder Schuld an diesen niemals endenden Unbehagen in uns und den Konflikten untereinander, hat.

„Bauch sagt Kopf nein, doch Kopf sagt Bauch ja; und zwischen den beiden steh ich, zwischen den beiden steh ich…“*

In diesem Sinne: Es lebe die wahre Herzens-Verbindung!
Eure Nathalie

*Songtext aus Mark Forster „Bauch und Kopf“

Herumgeistern und andere Wort-Erscheinungen

Hallo Ladies und Helden,

las ich doch neulich in einen hier in der Schweiz bekannten „Zeitungsblättli“, dass so manche Schweizer hier unter „Ghosting“ leiden.“ Oh“ dachte ich, die glauben also auch noch an Geister oder spukts hier noch einigen? Täte mich ja nicht wundern, bei den vielen tradionell-rustikalen Wohnhäusern, die hier in den ländlichen Gegenden üblich sind.

Aber nein, das war es nicht. „Ghosting“, so konnte ich den Zeitungsartikel entnehmen, wäre kein übernatürliches Phänomen, sondern eher ein niederträchtiges. Der Begriff bezeichnet nämlich das passive Beenden einer Beziehung, OHNE dies mit dem anderen „Teilnehmer“ der Partnerschaft auf irgendeine Weise kommuniziert zu haben. Also auf gut Deutsch: Sich einfach feige aus dem Staub zu machen, ohne ein Wort zu sagen. Nicht mehr erreichbar sein, auf keinen Anruf, SMS, Nachrichten etc. antworten, sich also in Luft aufzulösen- PUFF- und wie ein Geist zu verschwinden.

Die „Ghosting“-Opfer sind dann wohl eher „ent-“ als „be-geistert“. Also nix mit Ghost. Und wenn wir schonmal dabei sind: Was wäre eigentlich das Gegenteil von Ghosting…? – Ah ja Stalking, nicht wahr?  Dies bedeutet schliesslich, jemanden auf sehr aufdringliche Weise ständig an den Fersen zu hängen und ihn zu belästigen. – Beides sollte man eher nicht anstreben, wenn man jemanden wirklich wertschätzt und eine gute Beziehung aufbauen will.

In einer Partnerschaft sollten wir also eher das  „Balancing“ betreiben, damit meine ich, dass sich eigener Freiraum und gemeinsam verbrachte Zeit sich die „Waage“ halten sollten. Das „Cooperating“ zwischen zwei Liebenden sollten wir pflegen, damit meine ich, dass wir unsere gemeinsamen Interessen dazu nutzen sollten, um unsere wirklichen Ziele zu erreichen. Das „Cocooning“ sollten wir betreiben, um wieder zu uns selbst zu finden oder sich eine wertschöpfende Auszeit zu nehmen etc. Und um dem Ganzen noch eine französische Note zu geben, sei noch das „Laissez-Faire“ erwähnt. Die Leichtigkeit leben. Loslassen- dem anderen sein „LOS lassen“. Oder einfach mal etwas sein lassen. Das Sein einfach mal geniessen oder auch das Schubladen-Denken und Betiteln von infantilen Beziehungsverhalten ebenso einfach mal: sein lassen.

In diesem Sinne,
lots of „Braining“ ;))
Eure Nathalie

Schief ist das neue Gerade

Hallo Ladies (und nachdem ich nun schon soviel Feedback von männlichen Lesern bekommen habe:)
Hallo Helden…

heute war ich wieder mutig, habe ich mir doch aus einer Laune von Zeit-und Sichtnot und einer Art Selbst-ist-die-Frau-Initiative heraus, meinen Pony selber gestutzt.   „Kann ja so schwer nicht sein“, habe ich mir gedacht, lange Haarschere habe ich ja, also los…!

Vorm Badzimmerspiegel sieht die Welt einfach gut aus, lächelte ich mir ermutigend entgegen und schnitt erstmal einen kräftigen Stoss Haare ab… alles verlief soweit gut. Und ich hätte es fast geschafft, es war einigermassen gerade und meine Augen leuchteten.  Nur noch dieser kleine Zippel, dieses kleine Büschelchen links am Auge, ein kleines Stüfchen, da müsste ich nochmals ran… SCHNIPP –    Oh, nichts für ungut, einfach tiiiiief durchatmen. JETZT hast Du ein LOCH im Haar!!!

Hm, es sieht jetzt irgendwie gerader aus, zwar immer noch nicht perfekt, aber was solls: SCHIEF ist das neue GERADE!! Und immer positiv denken: Es ist sicherlich amüsant, plötzlich von allen Menschen angegrinst zu werden. Durch den Haarvorhang war soetwas ja nicht gleich erkennbar.

So passiert es uns auch in der Liebe und im Business: Anfangs probieren wir uns aus und legen dann einfach mal los, obwohl wir noch nicht soviel sehen, um nach einiger Zeit ernüchternd festzustellen, man/frau hat in der ganzen Länge zuviel (vor-)weggenommen und befindet sich aufgrund dessen in einer verzwickten Schieflage. So fangen wir an, an uns herumzuschnippeln, probieren dies und jenes aus, nur um ernüchternd festzustellen: Der Pony wird immer kürzer, aber nicht grader 😉

Gewisse Dinge brauchen halt einfach auch Ihre Zeit um wieder (nach-) zuwachsen und dann sind wir ja hoffentlich schlauer und suchen einen Spezialisten auf! Bei der Liebe wäre das dann unsere Herzens-Intuition, im Business der Mentor und wenn’s ums Haare geht, -nun, wie man hier in der Schweiz sagt: Der Coiffeur.

Also einfach mal die Schieflage aushalten und übereilten Aktionismus sein lassen. Einfach durchatmen und auf die innere Stimme hören, das ist eh der beste Rat. Schief ist halt auch gerade nur aus einen anderen Winkel eben, oder so…

herzlichst,
Eure Nathalie